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14.05.2012 / 21:44

Die Geschichte mit der Abendsonne

Eigentlich wollte ich nur den Abend ausklingen lassen, ein wenig Abstand von Physik gewinnen. Ich las im ein oder anderen Blog und hörte Musik. Der Tag war sommerlich warm, sodass plötzlich die Abendsonne in all seiner Pracht in mein Zimmer schien.

Ich mag dieses Licht, wegen seiner Wärme, seinem hohen Rotanteil. Weil es so tief steht, so lange Schatten wirft. Alles was von diesem Licht erfasst wird, wirkt wunderbar plastisch und die Farben leuchten intensiv.

Ich bekam plötzlich große Lust zu fotografieren und nach einem passenden Motiv musste ich nicht lange suchen: in diesen Moment nahm die Abendsonne meine Orchidee gefangen, hüllte sie ein, sodass sie fast zu glühen schien. Ich griff nach meiner Mamiya und holte mein Stativ. Ich weiß auch nicht woher auf einmal die große Energie kam. Auch den Belichtungsmesser fand ich sofort, sodass ich mich unsicher an die Arbeit machte. Mittelformat ist einfach was Neues, nicht jeder Handgriff sitzt.

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12.05.2012 / 16:00

Jenseits des Vorhangs

Mich faszinieren Träume und deren Umsetzung in der Fotografie. Abstrakte und verzehrte Formen, surreale Farben. Kann man so was fotografisch Darstellen? Rein fotografisch, ohne Einwirkung von Photoshop oder Ähnlichem?

Meine kleine Bildreihe Erkundung eines Ortes im Traum war mein erstes Projekt zu diesem Thema. Mittels Langzeitbelichtung und teilweise schnelles rein- und rauszoomen verlieh ich den Bildern ein verzerrtes und finsteres Aussehen. Die Farben veränderte ich durch die geschickte Wahl der Farbtemperatur.

Gestern setzte ich meine fotografischen Experimente fort. Dazu benutzte ich meinen leicht durchsichtigen Fenstervorhang und wickelte diesen um das Objektiv.

 
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03.05.2012 / 18:44

Ratinger Fotobörse [29.04.2012]

Letzte Woche Sonntag besuchte ich meine erste Fotobörse. Nach vielen erfolglosen Ebayersteigerungen wollte ich nun endlich eine analoge Mittelformatkamera kaufen. Deswegen hieß es auch früh aufstehen. Die Fotobörse begann zwar erst um 11 Uhr, nur hatte ich Angst, dass sehr schnell alle guten Kameras ausverkauft sein würden. 

Also machte ich mich auf den Weg. Das Navi zeigte eine gute halbe Stunde Fahrzeit an. Ich war sowieso schon glücklich, weil mir kurz vor der Abfahrt eine Kundin eine wirklich tolle Kamera geschenkt hat. Eine Kodak Instamatic 233-X. Leider habe ich heute erfahren, dass es dafür keine Filme mehr gibt. Vielleicht kann man sich da ja einen Kleinbildmechanismus rein bauen, muss ich die Tage mal schauen.

Meine Laune besserte sich bei der Fahrt noch mehr: Im Radio erklang Tage wie diese von den Toten Hosen und die Strecke bestand nur aus extrem engen Autobahnkreuzen. Deswegen verging die Fahrt beinahe im Flug und ich stand vor der Ratinger Stadthalle.

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19.04.2012 / 18:50

Im Gespräch mit Paul

Anfang März entdeckte ich Paul’s sehr lesenswerten Fotoblog. Seine Fotos blieben bei mir hängen, weil sie den von mir so geliebten analogen Stil hatten. Sofort war mir klar, dass ich mehr über Ihn und Seine Fotos erfahren wollte, also schickte ich eine Anfrage für ein Interview per Mail. Paul sagte auch sofort zu, sodass wir in den letzten drei Wochen einen sehr angenehmen und interessanten Schriftverkehr hatten. Paul selber Fotografiert vor allem Street und Architektur!    

 

 
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15.04.2012 / 18:35

Beugungsunschärfe bei extremen Blenden

Bei meinem Tutorial zum Thema Makrofotografie empfahl ich eine maximal geschlossene Blende zu benutzen, damit möglichst alles vom Motiv scharf dargestellt wird. Alex schrieb in einem Kommentar, dass eine maximal geschlossene Blende zu einem Qualitätsverlust führen könnte. Davon hörte ich das erste Mal, sodass ich mir heute Zeit genommen habe um dieses Phänomen zu untersuchen. 

Alex schrieb dazu:

Blende 64? Also soweit ich weiß soll man bei einem Objektiv max. die hälfte der möglichen Blende nutzen. Ansonsten kommt es wieder zu Qualitätsverlust.

Bei Makro nehme ich eine Blende zwischen 10-14, sofern nicht anders gewollt, aber in meinem Fall max. 20. Mein Makro hat eine max. Blende von 32.

Aber ich nutze das Makro eher weniger für echte Makro Fotos als vielmehr bei Details mehr rauszuholen. Dennoch will ich mir mal Zwischenringe kaufen.

Im weiteren Verlauf benannte Alex dieses Phänomen als Beugungsunschärfe, welche physikalisch beim Beugen des Lichtes an Blenden entsteht.

Da mir diese Beugungsunschärfe bis dahin noch nie aufgefallen war, beschloss ich einen Versuch zu machen. Dabei erwartete ich nicht allzu viel, bis jetzt waren meine Makros auch bei maximal geschlossener Blende total scharf!

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